Bericht vom 1. Friedens-Symposium im Kientalerhof

von Fredy Kradolfer

Friedenssymposium_qStiftung für integrale Friedensförderung und Kientalerhof: «Gemeinsam Raum für Frieden schaffen».

Warum die Welt so tickt, wie sie tickt

Kein Mensch kann «teilweise im Frieden leben». Nur wenn unsere Handlungen in allen Lebensbereichen von einer friedlichen Grundhaltung gesteuert und von Achtsamkeit, Liebe und Respekt getragen werden, unser ganzes Leben also integral vom Friedensgedanken durchdrungen ist, kann in uns Frieden entstehen. Und nur aus diesem inneren Frieden heraus kann die Kraft zum friedlichen Wirken gegen aussen erwachsen.

Rund 50 Teilnehmende spürten vom 23.-26. November am ersten von der Stiftung für integrale Friedensförderung und dem Tagungszentrum Kientalerhof gemeinsam durchgeführten Friedens-Symposium dieser Grundregel menschlichen Zusammenlebens nach, die auf allen Ebenen – in der Familie, in der Gesellschaft, der Arbeitswelt, der Politik und der Wirtschaft – Gültigkeit hat. Meditationen, Vorträge und praktische Übungen zeigten Wege und Grundvoraussetzungen auf, die erfüllt sein müss(t)en, um auf der Welt nachhaltigen Frieden zu erzeugen.

Verschiedene Referentinnen und Referenten stellten konkrete Friedensprojekte vor. Dozenten wie Jürg Theiler oder Denis Knubel erklärten, warum die Welt so tickt, wie sie tickt und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssten, damit sich nachhaltige Verbesserungen erzielen liessen. Sie zeigten aber (leider) auch auf, wie und warum so viele gut gemeinte Friedensaktivitäten und -projekte mehr oder weniger wirkungslos verpuffen, solange bei einer Mehrheit der Menschen und insbesondere auch in der Politik die Bewusstheit und damit auch der Wille fehlt, die Bedeutung, das Wesen und den Wert inneren und äusseren Friedens zu erkennen und anzustreben.

Das Tagungszentrum Kientalerhof bot dem Symposium einen geeigneten, behaglichen Rahmen. Am Samstagabend sorgte Bruno Bieri mit einem ebenso amüsanten wie besinnlichen Konzert auf seiner «Hang» dafür, dass auch Herz und Gemüt nicht zu kurz kamen.

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