International Peace-Builders` Forum

IPF Cover cropped.larger preview

organisiert durch die schweizerische Stiftung CAUX-Initiativen der Veränderung und den internationalen Dachverband Initiatives of Change international,  www.caux.iofc.org/en/international-peace-builders-forum-2014 ,  ICP  Institut für Konfliktberatung und Friedensentwicklung www.iicp.ch , das Caux Scholars Programm: www.cauxscholars.org, Ceators of Peace – www.cop.iofc.org  zum Thema

Connecting PersonaI and Systemic Change

Bericht von Cécile Cassini

Am Friedens-Forum in Caux waren wir in einem  bunten, multikulturellen, sehr lebendigen, weltoffenen Feld miteinander verbunden und vertieften an Workshops und in der hervorragenden Panel-Diskussion die Themen Selbstreflektion, offener Austausch und fokussierte Handlung und fühlten direkt die Kraft der Vernetzung und wie wir voneinander und miteinander lernen.

Aus Burundi, Ägypten, Senegal, Nordafrika, Schweden, Holland, Aserbaidschan, Tadschikistan, Ukraine, Afghanistan, Rumänien, Australien, Frankreich, Irland, Japan, Thailand, Sudan, Pakistan, Philippinen, Nordirland, Norwegen, USA, Kolumbien, England, Kenia, Sri Lanka, Eritrea, Kongo, Simbabwe, Deutschland und auch aus der Schweiz kamen die Teilnehmenden und verständigten sich  hauptsächlich in englischer und französischer Sprache, (mit Simultanübersetzung für die Plenarversammlungen).  Gemäss dem Prinzip, dass wir bei uns selbst anfangen, wurde zuerst auf die Resilienz oder Widerstandskraft fokussiert, auf das was uns hilft unsere Leidenschaft zu erhalten. Friedensarbeit bei aller Unterschiedlichkeit zunehmend zu vernetzen wäre sinnvoll, ebenso die Koordination zwischen den Gebieten vermehrt fördern und auch in andere Arbeitsgebiete vermehrt einzubringen.

Der Samen für das Verhalten ist in Caux: Kümmere dich um dich, um die Anderen und um den Planeten, spreche und höre ehrlich zu und engagiere dich zielbewusst. Dafür braucht es genügend ruhige Zeit für sich selbst, ehrliches Geben und Nehmen sowie einen Wandel von Bewertungen zu Interesse und Offenheit und von Ängstlichkeit zu Kreativität.

1902 wurde das Haus  hoch ob Montreux als Palace Hotel eröffnet, war während dem ersten Weltkrieg zu und kam finanziell nie mehr so richtig ins Gleichgewicht. 1939 übernahm eine Bank das verlassene Palace, in den Jahren darauf wurden unter anderem 1‘500 jüdischen Flüchtlinge, die knapp der Einlieferung nach Bergen Belsen entgangen waren untergebracht. 1946 wurde das Gebäude von den Gründern der  der Friedensarbeit von  Caux gekauft. 1947 fingen bereits beeindruckende Versöhnungsgespräche zwischen Menschen aus Frankreich und Deutschland an, welche halfen das Vertrauen zwischen den ehemaligen Kriegsfeinden  zu schaffen. Die Versöhnungsarbeit ist einer der drei Hauptschlüssel zur Friedensarbeit in Caux , welcher weiterentwickelt wurde und nun weltweit gebraucht wird. So haben wurden dafür nicht nur schon Aborigines und eingewanderte Menschen aus Australien eingeladen, sondern schon mehrfach auch Menschen aus Palästina und Israel  sowie neuestens auch aus der Ukraine und Russland. Neben der wichtigen Dialog und Konfliktarbeit in Seminaren war das „den Anderen Zuhören“ zentral, was mit dem intergenerationellen, interkulturellen und interreligiösen Publikum gut geübt wurde am Forum und durch die Kunst des „Geschichten Teilens“ welches vor allem von der Frauengruppe „Creators of peace“ in aller Welt besonders vertieft und gefördert wird und als vertieftes Instrument der Versöhnung eindrücklich im Workshop gezeigt wurde.

Ebenso wird stark auf die persönliche Entwicklung fokussiert, ganz nach dem Spruch von Rumi „Gestern war ich so gescheit, dass ich die Welt verändern wollte. Heute bin ich weise und ändere mich selbst“. Jeweils morgens gab es dafür 45 Minuten Zeit für Stille und Eigenreflexion, gemäss dem ersten Leitsatz: „Beginne bei dir selbst“.

Das dritte Prinzip der „gezielten Aktion“ wird über Seminare für ethische Leitung, mit Mitgefühl und selbstlosem Dienst, ökonomischer Gerechtigkeit und nachhaltiger Wirtschaft, besonders bei Geschäftsleuten vertieft. In Indien haben sie dazu im asiatischen, etwas kleineren Begegnungszentrum von IofC Kurse für Vertreter von  Wirtschaftsbetrieben, welches auf diese Themen zusätzlich spezialisiert ist.

Heute ist das Haus in Caux während neun Monaten einer Hotelfachschule vermietet und im Sommer gibt es die Friedenstagungen  für Businessleute, Kindercamps und, Peacebuilding-Seminare aller Art für Menschen aus der ganzen Welt. Alle helfen während ihres Aufenthalts an zwei bis drei Stunden mit, um die Theorie des auf die andern zugehen, und ihnen dienen, praktisch umzusetzen. Für Jugendliche und Menschen, die sich eine Auszeit nehmen möchten, und sich so praktisch für andere einsetzen wollen, gibt es die Möglichkeit, einen Monat oder mehr als Interns oder Volontäre zu arbeiten. Das Ganze ist nur durch vielfältigste Freiwilligenarbeit möglich, und durch zahlreiche grössere und kleinere regelmässige Spenden und Sponsoringbeiträge für Tagungsteilnehmende mit niedrigem Einkommen und aus Ländern mit schwacher Währung. Die Aktivitäten in der Schweiz werden auch durch den Verein der „Freunde von Caux“ mitorganisiert.

Achtsam zuhören und sprechen, offen und neugierig bleiben, über eigene Wertungen nachdenken sind Erkenntnisse des ersten Workshops in Gruppen und auch, dass die neue Rolle des Vaters immer wichtiger wird vom dreinschlagenden Helden zum klaren, beziehungsfähigen Vorbild, der „mieux convaincre que vaincre“ oder noch besser Samen säen, das überzeugt. Beeindruckende Geschichten von Flüchtenden aus Afrika und dem nahen Osten, wo sie in manchen Gebieten viel Grausamkeit erlebten und erst durch eindrückliche Erlebnisse erfuhren, dass sie ohne Versöhnung nicht weiterkommen können. Aber auch positiven Beispielen und gemeinsamen Träumen und Visionen mehr Raum zu geben ist wichtig, damit diese fassen können.  Diese Initiativen der Veränderung  werden  als anspruchsvolle wichtige wirksame Chance gesehen, weg aus der Opferhaltung in die Eigenreflektion zum offenen Zuhören und fokussierten Handeln.

Dies einige der Themen die sich quer durch die jeweils 6 bis 7 aufeinanderfolgenden Sommerkonferenzen ziehen und auch die Grundlage für die Programme von IofC in aller Welt durch das ganze Jahr bilden.

Notizen aus dem Friedensforum in Caux am 12. Und 13. August 2014 in Caux

Im Workshop dazu wie wir unsere Resilienz fördern erfuhren wir von manchen, die schon lange mit Organisationen unterwegs sind, dass  es wichtig sei seiner Passion/Leidenschaft zu folgen, auch wenn dies die Freunde nicht immer verstehen, ebenso den Kontakt mit dem gewählten Gebiet zu halten und den Fokus auf etwas zu richten, statt sich in Vielem zu verlieren. Es dient dem Ganzen mehr, wenn wir uns auch eine Freude gönnen und bei Überforderung zurückstehen um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, damit wir das Mitgefühl und die übergeordnete Liebe tatsächlich leben können.

Angewandte Leidenschaft – persönlicher und systemischer Ansatz  – und wie wir dadurch zu mehr Harmonie und Frieden kommen können war das Thema der Panel-Diskussion von Fachleuten aus USA, Afrika und England. Gute Arbeit bringt in rigid getrennten Gefässen noch zu wenig, aber wenn wir anfangen, miteinander zu arbeiten, wird die Summe unseres Schaffen weitaus grösser werden und es kommt dann möglicherweise zum kulturellen Wandel und neuem gesellschaftlichen Verhalten. Das ist sehr komplex, aber es geschieht vieles gleichzeitig und kann von  „Bottom up“ als Prozess geschehen statt verordnet in Strukturen.

Passion Applied – Personal and Systemic Aproaches to Peacebuilding – Panel

  • Michelle Breslauer: Forscherin aus USA vom „Institute for Economics and Peace“
  • Barry Hart: Professor für Trauma, Identität und Konfliktstudien, Centre for Justice & Peacebuilding
  • Daphrose Ntarataze: aus Burundi lebt seit 1998 in der Schweiz, ist Lehrerin und Mitglied „Woman Creators of Peace“
  • Diana Hendrick; ist Vermittlerin bei Konflikten und representiert das „ Peace and Disarmament for Quaker United Nations Office“

Wie geschieht der Wandel zu Friede und Harmonie?

MB  definiert den negativen Frieden als  Absenz von Gewalt oder Angst vor Gewalt und positiven Frieden als formale und informale Institutionen, welche die Gesellschaft von der Gewalt weg hin zum Frieden führen.  Ökonomisch ist nachgewiesen, dass friedliche Länder besser leben. Mit dem systematischen Studieren der Friedensbedingungen haben sie gesehen, dass Systemdenken bei multifaktoriellen Systemen mehr Muster erkennen lässt als das gewohnte lineare Denken.

BH weist auf die psychosozialen Traumas und ihre Heilung hin, wie sie z.B. auf öffentlichen Plätzen geschehen, wo die Menschen ihre Geschichte erzählen können und damit besser fähig sind, die Zukunft wieder zu sehen und aufzubauen (er arbeitete so mit Moslem und Christenfrauen zusammen). Mit den Aspekten des Peace Builder Rades für psychosoziales Trauma-Heilen, welches Erziehung, Identität und Weltsicht, Gerechtigkeit, Sicherheit, menschliche Assistenz und Entwicklung, Raum und Führung beinhaltet,  kann zur Transformation noch grössere Stabilität erreicht werden.

DN beschreibt sich als altruistische Egoistin, die sich annehmen konnte, dank anderen „Verletzten“ die sich in „cercles“ trafen und einander zuhörten. Ihr Weisheitsfaden dabei ist: Zeit für Schweigen und Reflexion, aus der Komfortzone heraus und die sich wiederholenden eigenen Anklagen überwinden (sie hatte die Familie verlassen), die eigene, beispielhafte Kraft würdigen, die innere Stimme hören und dann auch fähig zu werden die Angehörigen wieder zu treffen zur Korrektur. Der Wandel zum Frieden fängt bei dir selbst an, deshalb ist es wichtig sich seiner Bedürfnisse und denen der Gemeinschaft bewusst zu werden.

DH hatte als junge Frau gegen Atomwaffen protestiert und ist nun zu einer  vielgefragten poltischen Mediatorin geworden. Sie war als Pazifisten der Gewaltfreiheit verpflichtet, aber in Sri Lanka wäre die Verteidigung der Menschenrechte, ohne wirtschaftliche Zusammenarbeit, nicht möglich gewesen. Es brauchte viele Leute, um etwas zu erreichen.  Später machte sie Konfliktprozesse mit Gruppen in Israel und Palästina. Hier war es wichtig, die Gruppen aus dem Konfliktkontext herauszunehmen, damit es in einen Prozess auf einer höheren Ebene ging. Momentan arbeitet sie mit US Diplomaten. Es ist auf der globalen Ebene sehr institutionell, aber es gibt auch dort immer noch eine persönliche Ebene, da sie die Gruppen zusammenbringen müssen.

Was sind die Hindernisse, was muss verbessert werden für den Wandel?

MB: Die 8 Säulen des Friedens und der Resilienz für Institutionen und Strukturen sind:

1) gut funktionierende Führung

2) der Ton bei den Geschäften

3) gleichmässige Verteilung von Ressourcen

4) die Akzeptanz der Rechte anderer

5) gute Beziehungen zum Nachbarn

6) Freier Informationsfluss,

7) Hohes Niveau der Menschen,

8) Tiefes Niveau der Korruption

Und sie hängen auch alle miteinander zusammen

HB: Freiheit und Würde sind  notwendig, damit Werte in der Interaktion mit anderen Leuten und dem System wirken. Führende, die der Gemeinschaft keine Stimme geben wirken destabilisierend, weil sich so der Schatten aufbaut. Korrupte Systeme funktionieren nicht, da sie die Bedürfnisse der Leute nicht abdecken, es sei denn die Leute wären ebenfalls korrupt und gewalttätig.  Selbstreflektion wird aber bei Diplomaten und Politisierenden selten gelernt. Wir können aber nur selbstreflektierend Frieden schaffen, da wir sonst  vom Schatten gesteuert werden. Wir brauchen formale und informale Erziehungssysteme. Wie wir das fördern können, beschreibt er in „The power of dignity“, seinem neuen Buch. Wenn die Führenden Partnerschaften untereinander bilden, können sie zu einer besseren Perspektive kommen. Dazu müssen die Führenden aber Zuhören lernen und einander wertschätzen. 1994 unterstützte Mandela die Eingeborenen ebenso wie das Rugbyteam Springbooks. Hilfreich war, dass  er die Würde und Wichtigkeit beider sah.

DN:  Wir müssen wissen, wer wir sind und dass wir verantwortlich sind. In Burundi können die Leute problemlos zwei bis drei Tage ohne Essen sein, aber „ Il n`y a pas de paix sans pain et pas de pain sans paix“.

DH: Für sie heisst das die Notwendigkeiten ernst nehmen und bessere Bedingungen für die Leute schaffen, indem auch kleine Inputs gehört werden, sowohl auf lokalem, nationalen und internationalem Niveau, da die Leute vor Ort die Bedingungen am besten kennen und selbst kreativ sind. Sie bestärken so die Indigenen, selbst zu schauen und sich selbst für ihre Umgebung einzusetzen. Anstelle von Strategien mit Vorgaben gilt es auf den Prozess einzugehen und die vielen unterschiedlichen Perspektiven zu nutzen, so die Linsen für eine neue Sicht zu wechseln und sich immer darüber im Klaren zu sein, dass auch wir Teil des Systems sind. Wir sind nicht draussen, sondern immer drinnen und deshalb ist die Selbstreflektion so wichtig. Achtsam sein und reflektieren und prozesshaft danach handeln.

Weshalb müssen wir das Persönliche und Systemische verbinden?

MBDie positiven Aspekte besser beachten und schauen, was den Friedensprozess fördert. Aber auch schauen, wie wir Daten erhalten und ob diese stimmen. Manchmal formulieren wir Fragen, die andere Kulturen nicht beantworten können, da diese nicht in ihre Kultur übersetzt werden können. Wie bringen wir die Forschung mehr auf die individuelle Ebene? Zu oft wird Friedensförderung getrennt von den Fakten gesehen, dabei wäre es wichtig, diese in der  multidimensionalen Welt zu erkennen,  d.h. auch eine grössere Bewegung zu werden. Es wäre wichtig, sowohl bei Staaten als auch bei anderen Akteuren die Kommunikation darüber wesentlich zu verbessern, dass es sowohl im privaten Sektor als auch bei der Regierung  wegen Gewalt zu grossen Verlusten und massiven ökonomischen Einbussen kommt.

HB rät über Forschung und Statistik zu reden um anzukommen bei den Leuten. Person und System zusammenhalten, d.h. unser persönliches Umfeld pflegen und neue Wege der Zusammenarbeit finden, besser und effektiver zuhören gut analysieren und alles evaluieren. Persönliche Kraft und Organisation wertschätzen und verbinden. Die 8 Friedens-Faktoren müssen zusammenarbeiten, auch wenn wir einen Teil bevorzugen. Nicht mehr sagen, was zu tun ist,  sondern Fragen stellen. Partnerschaften eingehen, damit wir mehr Perspektiven erhalten. Den integrativen,  multifaktoriellen Ansatz nutzen. Demut und Weisheit sind wichtig für die Friedensarbeit. Kreativ und total engagiert sein um Transformation zu fördern und das soll Teil der Toolbox sein. Introspektion und viele Perspektiven.

DN: Cercles de paix

  • Orte für Experimente gemeinsamer Tätigkeiten
  • Orte, wo sich Schätze zeigen und unerwartete Kompetenzen
  • Orte, wo sich menschliche Beziehungen zeigen wo die Andenken heilen
  • Orte, wo die Menschen zusammen schöne Projekte ausdenken
  • Orte, wo der Friede auftaucht und sich in der Praxis umsetzt

Entwicklung für Brot und Friede. Die Jugend ist die Quelle der Kraft – aus verschiedenen politischen Quellen arbeiten sie  neu zusammen.

DH: Im komplexen System sind wir selbst ein komplexes System – wir müssen uns anstrengen mehr Muster zu sehen, ein Trippel Vision entwickeln. Wenn wir in Friedenszirkeln achtsamer sind und auf Spannungen achten, können wir nach Möglichkeiten suchen diese aufzufangen, um zu sehen, was auf anderen Ebenen geschieht

Eine experimentelle Haltung einnehmen. Wir sollten Experimente und unerwartete Ereignisse halten können und auch einsehen, dass niemand fähig ist, nicht zu schaden.

Was wir sind ist ebenso wichtig, wie was wir tun.

 

Story Telling – Creators of peace

Sie ermutigen die Menschen ihre Geschichten zu teilen und sind sehr erstaunt was da herauskommt. Geschichten teilen statt Geschichten erzählen. Beim Teilen bringt man ein, was man ist.

Niemand kann die Geschichte wegnehmen, sie ist persönlich und gehört der Person. Deine Geschichte ist ein wichtiger  Drehpunkt, der dich zu dem machte, als etwas Wichtiges passierte.

Zuhörende – keine Fragen stellen, einfach mit der Geschichte sein, den eigenen Prozess beobachten, was hat das mit mir gemacht. Einfach nur danken – das ist alles – dann eine Minute still sitzen – damit wir wieder zurückkommen können – die Geschichte ehren.

  • Manchmal erinnert uns etwas  aus der Geschichte an anderes
  • Die Zuhörerrolle ist ebenso schwierig wie das Teilen oder Erzählen – der Zuhörer schafft Raum
  • Wir werden an Eigenes erinnert beim Zuhören
  • Wenn wir unsere Geschichte erzählen, lernen wir über uns selbst, als ob wir es von jemanden anderem hörten, wir hören uns selbst
  • Wir können auch schöne Geschichten erzählen, die tun auch gut, jede auch kleine, undramatische Geschichte ist ein Geschenk
  • Das Erzählen hat weniger mit dem Inhalt zu tun als mit der Verbindung zu der Person, die sich zeigt. Es ist kein Wettbewerb für das grössere Trauma oder die bessere Geschichte.

Im „cercle“ sind 10 Menschen und sie geben ca. 10 bis 15 Minuten Zeit für die Geschichte.

Was erlaubt es, dass die Geschichte kommt?

  • Zuerst braucht es die klare Ansage, dass alles was erzählt wird im Raum bleibt.
  • Manchmal ist es wichtig zuerst eine persönliche Runde zu machen in den Teams.
  • Es ist auch wichtig, gemeinsame Punkte zu finden. „Wer hat eine Tochter, eine Schwester etc. über etwas Gemeinsames zu reden“? Mit jungen Menschen ist es oft hilfreich, über ein Haustier zu sprechen (und die ohne Haustier nicht draussen zu lassen).
  • nie jemanden zum Sprechen zwingen – nichts forcieren – warten
  • Körperhaltung – wir lehnen uns einander zu. (Probiert verschiedene Haltungen zurücklehnen mit verschränkten Armen, unverschränkt, gerade, zuwendend –)  sei dir deiner Körpersprache bewusst. Vieles wird durch den Körper aufgenommen.
  • Oft lassen sie die Person einfach sein, indem sie zuhören und mitgehen, jedoch nicht beruhigen
  •  Wie stoppen? Zuerst die Regeln gemeinsam festsetzen.  Manchmal geht es zu lange und man muss es geschehen lassen und manchmal muss man sich an die Zeit halten.  Es ist das Problem der gesprächsleitenden Person,  den Job situationsgerecht zu definieren und zu erklären.

Ich dachte ich sei Opfer, der andere auch – einander zuhören –  teilen, lässt Unterschiede verschwinden.

Kommentare sind abgeschaltet.