2 commentaires à propos de “(Deutsch) Auf halbem Weg

  1. Ja, wir leben in einer Suchtgesellschaft. Überhaupt ist unsere Gesellschaft vom menschlichen Standpunkt her gesehen recht “krank”. Tragisch ist, dass die Sucht die Negativität zusätzlich noch fördert. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass die Einzelnelnen und auch ich den Weg weitergehen. Es gibt so viele positive Ansätze unter Menschen, die ihre Sucht überwunden haben oder nicht mehr darin stecken. Jeder Tag hat seine eigene Energie und wer mit dieser schwingt, hat’s besser. Aber: die Schattenseiten müssen halt schon angeschaut werden. Herzliche Grüsse – Erika

  2. Ja, der Prozess ist schmerzhaft, denn er berührt die tiefsten Verletzungen in unserem Inneren. Ich glaube, dass sich der Zustand der modernen Welt mit dem Krankheitsbild der Sucht recht gut verstehen lässt. Eckhart Tolle spricht von einer Schmerzbetäubungsindustrie. Es ist eine Konsumsucht, der Fix, der kurze Kick und wir brauchen immer mehr. Das wird gespiegelt durch eine gewinnabhängige und profitsüchtige Wirtschaft. Das selbstschädigende Konsumverhalten ist längst außer Kontrolle. Die Sucht ist v.a. eine Krankheit des Geistes, die nur auf spirituellem Weg geheilt werden kann.
    Die Auseinandersetzung mit meiner eigenen Alkoholsucht bringt mich mit den schmerzhaften Seiten in Berührung, die endlich gesehen werden, endlich gefühlt werden wollen. So ist die Sucht einerseits tragisch, andererseits auch eine großartige Gelegenheit, denn ohne das Scheitern, die Kapitulation (1. Schritt der Anonymen Alkoholiker) hätte ich mich wohl nie auf diesen beschwerlichen Weg gemacht.
    Der 12. Schritt der AAs lautet: Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an Alkoholiker weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten.